{"id":38,"date":"2016-08-04T20:54:41","date_gmt":"2016-08-04T20:54:41","guid":{"rendered":"http:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=38"},"modified":"2024-04-26T17:20:16","modified_gmt":"2024-04-26T17:20:16","slug":"oehringen-in-baden-wuerttemberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=38","title":{"rendered":"\u00d6hringen in Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"<p>Die beschauliche Stadt \u00d6hringen mit ihren\u00a0ca. 23000 Einwohnern, liegt im Regierungsbezirk Stuttgart und war eine Residenzstadt der F\u00fcrsten zu Hohenlohe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/silberpunze.freehost.ag\/wappen\/Oehringen.jpg\" height=\"200\" \/>\u00d6hringen ist heute eher f\u00fcr Zinnarbeiten bekannt, so dass es eigens das st\u00e4dtische <i>Weygang-Museum <\/i>gibt, das eine umfangreiche Zinn- und Fayancesammlung besitzt und auch die\u00a0\u00e4lteste noch produzierende Zinngie\u00dferei Deutschlands beherbergt. Obwohl einst eine Residenzstadt der F\u00fcrsten zu Hohenlohe, waren bisher in der Literatur kaum\u00a0Goldschmiede genannt worden, abgesehen von einem Goldschmied namens\u00a0Christian Ferdinand Oechsle, der durch seine Erfindung vor allem Winzern bekannt ist. Bisher gibt es\u00a0in der bekannten Literatur\u00a0keine Hinweise auf \u00d6hringer Goldschmiedearbeiten. Weder Rosenberg, noch die Kunstdenkm\u00e4ler nennen Werke mit \u00d6hringer Beschauzeichen oder Goldschmiede dieser Stadt, so dass erst die Entdeckung eines L\u00f6ffels bei einer EBAY-Auktion das R\u00e4tsel des \u00d6hringer Beschauzeichens\u00a0auf Silber aufl\u00f6sen konnte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<figure style=\"width: 1032px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/silberpunze.freehost.ag\/Objekt\/Loeffel_Oehringen_1785d_CAD.jpg\" width=\"1032\" height=\"737\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">L\u00f6ffel mit \u00d6hringer Beschauzeichen und Meisterzeichen des Christoph Andreas Ditrich<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das \u00d6hringer Beschauzeichen zeigt spiegelverkehrt zum Stadtwappen einen Schl\u00fcssel, der die schr\u00e4ge Linie des\u00a0geteilten Schildes kreuzt. Der L\u00f6ffel tr\u00e4gt eine Inschrift von 1785 und an der Unterseite aufwendige Gravuren. Das Meisterzeichen (CA\/D) im Herz konnte dem \u00d6hringer Gold- und Silberarbeiter\u00a0Christoph Andreas Di(e)trich, Sohn des\u00a0Gold- und Silberarbeiters Georg Christoph Diet(e)rich (oo 1716), zugewiesen werden. Er\u00a0heiratete\u00a0am\u00a09.Februar 1744 Maria Dorothea Nagel, die Tochter eines Ratsherrn. Die Goldschmiedetradition der Familie\u00a0Di(e)trich l\u00e4sst sich bis ins 19. Jh.\u00a0in \u00d6hringen nachweisen.<\/p>\n<p>Ein weiterer L\u00f6ffel aus der ersten H\u00e4lfte des 19. Jh. tr\u00e4gt ebenfalls ein \u00d6hringer Beschauzeichen und dazu das Meisterzeichen LH. Dieses Meisterzeichen ist wohl Johann Ludwig Christian Hohbach, geboren 1781, Eheschlie\u00dfung 1811, gestorben 1838 zuzuschreiben. Ebenfalls infrage k\u00e4me ansonsten Sein Sohn Carl Ludwig Friedrich August, Gold- und Silberarbeiter\/Graveur, geboren 1812 infrage.<\/p>\n<figure style=\"width: 1400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/silberpunzen.info\/Objekt\/Loeffel\/Teeloeffel_Oehringen_1820_LH.jpg\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"1155\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">L\u00f6ffel um 1830, BZ: \u00d6hringen, MZ: [LH] wohl Johann Ludwig Christian Hohbach<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beschauliche Stadt \u00d6hringen mit ihren\u00a0ca. 23000 Einwohnern, liegt im Regierungsbezirk Stuttgart und war eine Residenzstadt der F\u00fcrsten zu Hohenlohe. \u00d6hringen ist heute eher f\u00fcr Zinnarbeiten bekannt, so dass es eigens das st\u00e4dtische Weygang-Museum gibt, das eine umfangreiche Zinn- und Fayancesammlung besitzt und auch die\u00a0\u00e4lteste noch produzierende Zinngie\u00dferei Deutschlands beherbergt. 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