{"id":521,"date":"2021-04-03T15:07:55","date_gmt":"2021-04-03T15:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=521"},"modified":"2024-11-05T10:08:32","modified_gmt":"2024-11-05T10:08:32","slug":"goldschmiede-in-rotenburg-an-der-fulda-zwischen-30-jaehrigem-krieg-undreichsgruendung-neue-forschungen-zu-personen-werken-zusammenhaengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=521","title":{"rendered":"Goldschmiede in Rotenburg an der Fulda zwischen 30-j\u00e4hrigem Krieg und Reichsgr\u00fcndung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Forschungen zu Baurschmitt, Friederich und Ehrenholt<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von Dr. G\u00f6tz J. Pfeiffer, <a href=\"http:\/\/www.gjpfeiffer.de\" data-type=\"URL\" data-id=\"www.gjpfeiffer.de\">www.gjpfeiffer.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Essay beruht auf den seit 2010 unternommenen Forschungen des Verfassers zu Goldschmieden und ihren Werken im heutigen Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie seinen j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Aufs\u00e4tzen.(1) Da Wissenschaft von erbrachten Leistungen sowie vom Austausch lebt, war der Verfasser betr\u00fcbt, mit dem 2020 verstorbenen Werner Schmidt nicht mehr pers\u00f6nlich \u00fcber seinen f\u00fcr osthessische Goldschmiede wegweisenden Aufsatz sprechen zu k\u00f6nnen.(2) Umso erfreulicher gestaltete sich der Kontakt mit Theo Hecker von silberpunze.de, der anhand der Aufs\u00e4tze des Verfassers ein bisher nicht zugeordnetes Objekt einem in Rotenburg t\u00e4tigen Goldschmied zuweisen konnte.(3) Dieses wird hier erstmals vorgestellt sowie die neueren Forschungen des Verfassers zu den \u00e4ltesten Rotenburger Goldschmieden Hans George Baurschmitt, Stephan Andreas Friederich und Franz Ehrenhold, zudem ein \u00dcberblick zu den Goldschmieden der Stadt mit ihren bekannten Marken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forschungsstand zu Goldschmieden in Rotenburg an der Fulda<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hinsichtlich der Goldschmiedekunst war Rotenburg an der Fulda vor 1997 wenig erforschtes Gebiet. Die wichtigen Publikationen zu Goldschmieden in Europa und in Hessen widmeten der Stadt und ihren Handwerkern keine Zeile: nicht Marc Rosenberg in \u201eDer Goldschmiede Merkzeichen\u201c, nicht Wolfgang Scheffler in \u201eGoldschmiede Hessens\u201c.(4) Erst Werner Schmidt nannte in seiner Serie \u201eGoldschmiedemarken, neue Forschungen\u201c die Namen in Rotenburg t\u00e4tiger Goldschmiede, die er aber weder mit Werken noch mit Marken verbinden konnte.(5) J\u00fcngere Arbeiten zu Rotenburger Archivalien sowie die vom Verfasser abgeschlossene Inventarisation des Kunstgutes im ev. Kirchenkreis Rotenburg boten zu ortsans\u00e4ssigen Goldschmieden neue Ans\u00e4tze der Forschung, so dass nun auch Einzelheiten zu diesem Handwerk in der Stadt an der Fulda erkennbar werden.(6)<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Der Goldarbeiter Hans George Baurschmitt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4lteste nachweisbare Goldschmied Hans George Baurschmitt leistete im Jahr 1651 den B\u00fcrgereid in Rotenburg; er wurde dabei \u201eGoldarbeiter\u201c genannt und zahlte das halbierte B\u00fcrgergeld von f\u00fcnf Gulden, da er die, namentlich nicht genannte, Tochter eines B\u00fcrgers geheiratet hatte.(7) Baurschmitt stammte also nicht aus Rotenburg, aber aus der Landgrafschaft, und sah in der Stadt eine gesch\u00e4ftliche Grundlage. Rotenburg und die Region hatten im kurz zuvor befriedeten 30-j\u00e4hrigen Krieg einige Zerst\u00f6rungen und Beraubungen erfahren.<br>Weitere Belege zu Baurschmitt fehlen, Werke von ihm wie auch seine Marke sind bisher nicht bekannt; sein Meisterzeichen k\u00f6nnte zeittypisch seine Initialen \u201eH G B\u201c bzw. \u201eI G B\u201c gezeigt haben. Auch k\u00f6nnte er ein Verwandter, vielleicht der Bruder, jenes Johann Christoph Bauerschmidt gewesen sein, der am 31. August 1646 in der ev. Freiheiter Gemeinde zu Kassel, in der Martinskirche, die aus Homberg (wohl jenem an der Efze) geb\u00fcrtige Catharina Elisabeth Stirner geheiratet hatte, dabei als \u201eGoldarbeiter\u201c bezeichnet; noch 1650 ist dieser Kasseler Bauerschmidt erw\u00e4hnt.(8) Vermutlich stammten beide aus Kassel oder lebten doch so lange dort, dass sie in der Residenzstadt ihr Handwerk erlernten. Sie h\u00e4tten dann im Umfeld u.a. von Goldschmieden wie den beiden aus Hersfeld stammenden Br\u00fcdern Antonius und Otto Winter gearbeitet.(9) Die Bauerschmidt k\u00f6nnten um 1650 etwa 30 Jahre alt gewesen sein, w\u00e4ren um 1620, zu Beginn des 30-j\u00e4hrigen Krieges geboren worden und wohl um 1635 in die Lehre eingetreten.(10)<br>Vor Ende Juli 1696 muss der Kassler Bauerschmidt gestorben sein, denn in der am 31. Juli des Jahres in der Rotenburger Altstadt geschlossenen Heirat zwischen dem Rat und B\u00fcrgermeister Adam Heinrich Andreas und Catharina Elisabeth Baurschmitt wird deren Vater Johann Christoph, \u201eGoldarbeiter und Zolleinnehmer\u201c, als verstorben bezeichnet.(11) Bemerkenswert ist und spricht f\u00fcr den gesellschaftlichen Rang der Familie, dass die Tochter seines mutma\u00dflichen Bruders einen Rat und B\u00fcrgermeister heiratete.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Goldarbeiter Stephan Andreas Friederich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ob mit Baurschmitt eine Tradition begann, indem Sohn, Bruder oder Witwe die Werkstatt weiterf\u00fchrte, ob nach seinem Tod eine L\u00fccke von 30 Jahren oder mehr bis zum n\u00e4chsten nachgewiesenen Goldschmied bestand, ist nicht zu belegen. F\u00fcr 1724 ist mit Stephan Andreas Friederich wieder ein \u201eGoldarbeiter\u201c in Rotenburg genannt; am 5. Januar des Jahres hatte er in der ev. Kirche der Altstadt Anna Catharina, geb. Berge, geheiratet; am 5. Januar 1730 ist \u201eDes Goldschmidt Friedrichs Ehfrau\u201c als Patin genannt bei der Taufe von Katharina Sophia Margaretha, der Tochter des Kantors Echtzeller.(12)<br>Friederich war von Marburg zugezogen, wo er als Goldschmied am 11. Juli 1700 das Aufgebot mit Albertina Marie Heimbach bestellt hatte; am 30. M\u00e4rz 1735 ist f\u00fcr die Rotenburger Altstadt sein Begr\u00e4bnis im Alter von 58 Jahren und 6 Tagen vermerkt.(13) Daraus ist als Geburtsdatum 24. M\u00e4rz 1677 zu errechnen. Aus seiner ersten Ehe gingen die 1701 und 1702 in Marburg getauften Br\u00fcder Johann Jacob und Johann Daniel hervor. Seine Tochter war jene vor 1705 geborene Johanetta Friederich, die am 26. M\u00e4rz 1732 in Rotenburg den Goldschmied Franz Ehrenhold ehelichte und am 12. Juli 1741 starb.(14) Wie h\u00e4ufig heiratete auch hier ein ortsfremder Handwerker in eine ans\u00e4ssige Familie bzw. Werkstatt, so dass ein Bezug von Friederich zu Ehrenhold bestand sowie eine Verbindung zwischen diesem und Johann Thomas Klose, der 1732 Pate von dessen Sohn war.<br>Das Meisterzeichen von Friederich konnte auf einer 183 mm langen, 75 g schweren Gabel von T.H. in Jena nachgewiesen werden (Abb. 1 und 4). Es zeigt seine Initialen \u201eS A F\u201c, daneben findet sich als Rotenburger Beschau unter dem Dreiblatt die Ziffer \u201eXII\u201c, offenbar f\u00fcr die L\u00f6tigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Meisterzeichen \u201eSAF\u201c, Stadtbeschau \u201e(Rotenburger Dreiblatt) XII\u201c: Gabel, um 1730 (Abb. 1)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"720\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gabel_Rotenburg_1730_SAF_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-532\" style=\"width:800px;height:575px\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gabel_Rotenburg_1730_SAF_.jpg 1000w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gabel_Rotenburg_1730_SAF_-300x216.jpg 300w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Gabel_Rotenburg_1730_SAF_-768x553.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 1 \u2013 Stephan Andreas Friederich: Gabel, um 1730<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zudem liegt aufgrund des \u00e4hnlichen oder gleichen Nachnamens und Berufes nahe, dass Stephan Andreas Friederich mit zwei zeitnah in Hessen t\u00e4tigen Silber-Handwerkern verwandt war: Carl Alexander Friederich ist f\u00fcr den 20. M\u00e4rz 1748 in Frankfurt am Main als \u201eGoldarbeiter\u201c und Pate f\u00fcr einen Sohn des ortsans\u00e4ssigen Goldschmieds Johann Bernhard Clausius belegt; um 1754 war in Offenbach der aus Landau (wohl jenem in der Pfalz) stammende \u201eSilberarbeiter\u201c Philipp Jacob Friedrich t\u00e4tig, dessen gleichnamiger, um diese Zeit geborener Sohn ebenfalls Goldschmied war.(15)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Goldschmied Franz Ehrenhold<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1732 heiratete der nach seinem Hochzeitseintrag aus Wien zugezogene \u201eGold- und Silberarbeiter\u201c Franz Ehrenhold die Tochter Johannetta des Goldschmieds Stephan Andreas Friederich; es liegt nahe, dass er zuvor in dessen Werkstatt arbeitete.(16) Diese Hochzeit erfolgte erst nach abgelegter Bu\u00dfe, da sich die Eheleute zuvor \u201efleischlich vermischt\u201c hatten; keine drei Monate sp\u00e4ter wurde ein Sohn getauft; drei Tage nach der Taufe des zweiten Kindes am 9. Juli 1741 starb die Mutter und erste Ehefrau Ehrenholds.(17) Seine f\u00fcr 23. April 1741 vermerkte Hochzeit mit Anna Martha, der Witwe des Engelhard Proll, kann erst am selben Tag des Folgejahres stattgefunden haben, hatten doch Witwer und Witwe eine Trauerzeit von mindestens sechs sowie zw\u00f6lf bzw. neun Monaten einzuhalten.(18) Der 1743 geborene Sohn Johann Friedrich entstammte der zweiten Ehe, ebenso drei weitere, von 1745 bis 1748 getaufte Kinder.(19) 1745 leistete der \u201eGoldschmied\u201c Ehrenhold den B\u00fcrgereid, bezahlte dabei aber nur das halbierte B\u00fcrgergeld, was auf eine Einheirat nach Rotenburg schlie\u00dfen l\u00e4sst, wohl die Ehe mit der zweiten Frau.(20) Mit den beiden im Jahr 1745 unter den 2.262 Rotenburger Einwohnern genannten Goldschmieden d\u00fcrften Franz Ehrenhold und der mutma\u00dflich j\u00fcngere Johann Thomas Klose gemeint sein.(21) Beim Tod des letzten Kindes 1749 lebte Ehrenhold noch und ist als \u201eHofgoldschmidt\u201c, wohl der Rotenburger Quart, bezeugt; er starb vor seiner zweiten, dabei als Witwe bezeichneten Frau am 27. M\u00e4rz 1782.(22) Da sein Tod und Begr\u00e4bnis in Rotenburg nicht nachgewiesen sind, liegt nahe, dass er seit etwa 1750 auch andernorts lebte und t\u00e4tig war.<br>Der in Rotenburg belegte Ehrenhold k\u00f6nnte mit zwei namens\u00e4hnlichen Personen identisch zu sein. Von 1744 bis 1764 ist \u201eFranciczek Ernholt\u201c als Mitglied der Goldschmiedezunft in Posen belegt, dort wird von 1762 bis 1766 \u201eFranz(iscus) Ernholdt\u201c als \u201eartis aurifaber soc. Viennae or\u201c (\u201ek\u00fcnstlerischer Goldschmied von der Wiener Zunft stammend\u201c) erw\u00e4hnt; Werke von ihm aus dieser Zeit waren vor dem Zweiten Weltkrieg noch bekannt; von 1766 bis 1772 war Ernholdt in Lissa\/ Wartheland als Meister ans\u00e4ssig.(23) In diesem Zeitraum d\u00fcrfte er mehrfach in Rotenburg gewesen sein, u.a. um die beiden unten genannten Kelche zu verkaufen. 1763 leistete der aus Homberg (wohl die Stadt an der Efze) nach Rotenburg zugezogene Strumpfweber Johann Adam Schmidt den B\u00fcrgereid und zahlte dabei nur das halbierte B\u00fcrgergeld, da er eine namentlich nicht genannte Tochter des Goldschmieds Ehrenhold geheiratet hatte.(24)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marke und Werke des Franz Ehrenhold<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><s>Obwohl Franz Ehrenhold 1745 B\u00fcrger von Rotenburg wurde, findet sich auf seinen beiden Kelchen die um 1740 in Breslau gebr\u00e4uchliche Stadtmarke; in der dortigen Zunft ist er nicht nachgewiesen.(25) Daneben ist, ebenfalls im herzf\u00f6rmigen Schild, ein \u201eE\u201c zu sehen, wohl die Initiale seines Nachnamens. War Ehrenhold in Rotenburg vielleicht mehr als H\u00e4ndler denn als ortsans\u00e4ssiger Goldschmied t\u00e4tig? Und stammte er vielleicht nicht aus Wien, wie es im Eintrag seiner ersten Heirat hei\u00dft, sondern aus dem \u201eWratislavia\u201c genannten Breslau?<br>Ein \u00e4lterer Kelch in S\u00fc\u00df besteht aus Silber, ist 235 mm hoch, wiegt 419 g und tr\u00e4gt auf dem Fu\u00df in einem Feld die Inschrift \u201eJ:W:W: \/ 1762\u201c, wohl die Initialen des Stifters und das Jahr der Schenkung (Abb. 2). Diesem \u00e4hnelt bis in Details der Kelch in Richelsdorf aus Silber, 223 mm hoch und 361 g schwer, der vermutlich sp\u00e4ter vollst\u00e4ndig vergoldet wurde (Abb. 3). Auch er tr\u00e4gt auf dem Fu\u00df eine Inschrift, die hier auf f\u00fcnf der sechs Felder verteilt ist: \u201eAncitonia \/ Melona \/ v. Cornberg \/ 1768 \/ d. 18: Sept.\u201c. Die Stifterin geh\u00f6rte vermutlich zu jener Auburger Linie der Freiherren von Cornberg, die 1762 nach Richelsdorf gezogen war und in der Kirche ihre Grablege hatte; das Datum nennt wohl den Tag der Schenkung.(26)<\/s><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"925\" height=\"708\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-534\" style=\"width:800px;height:612px\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image.png 925w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-300x230.png 300w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-768x588.png 768w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2 und 3 \u2013 Franz Ehrenhold: Abendmahlskelche, datiert 1762 und 1768<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>Marken der Rotenburger Goldschmiede<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"707\" height=\"169\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-535\" style=\"width:800px;height:191px\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-1.png 707w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-1-300x72.png 300w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 4 \u2013 Stephan Andreas Friederich: Stadtbeschau und Meistermarke, um 1730<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"707\" height=\"190\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-536\" style=\"width:800px;height:215px\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-2.png 707w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-2-300x81.png 300w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 5 \u2013 Franz Ehrenhold: Meistermarke und Stadtbeschau, 1762<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"706\" height=\"139\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-537\" style=\"width:800px;height:157px\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-3.png 706w, 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class=\"wp-element-caption\">Abb. 7 \u2013 Georg Wilhelm Hein: Meistermarke und Stadtbeschau, um 1870<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcbersicht der in Rotenburg ans\u00e4ssigen Goldschmiede<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hans George Baurschmitt (* um 1620, + nach 1651) \u2013 t\u00e4tig nach 1651 \u2013 Marke\/n nicht bekannt<br>Stephan Andreas Friederich (* 1677, + 1735) \u2013 t\u00e4tig 1700 bis 1724 wohl in Marburg, 1724 bis 1735 in Rotenburg \u2013 Stadtbeschau und Meistermarke (Abb. 4)<br>Franz Ehrenhold (* um 1700, + vor 1782) \u2013 t\u00e4tig vor 1732 in Wien oder Breslau (?), nach 1732 in Rotenburg, seit um 1750 bis mindestens 1768 auch im Wartheland und\/oder Breslau (?) \u2013 Meistermarke und Stadtbeschau (Abb. 5)<br>Johann Thomas Klose (* 1709, + 1774) \u2013 t\u00e4tig 1732 bis 1774 \u2013 Meistermarke, Stadtbeschau und L\u00f6tigkeitsziffer, 1732 (Abb. 6)<br>Johann Wilhelm M\u00fchlberger (* 1726, + nach 1770) \u2013 t\u00e4tig vor 1763 bis nach 1770 \u2013 Marke\/n nicht bekannt<br>Johann Conrad Klose (* 1737, + 1821) \u2013 t\u00e4tig vor 1762 bis nach 1796 \u2013 Marke\/n nicht bekannt<br>Thomas George Theodor Klose (* 1763, nach 1810) \u2013 t\u00e4tig 1784 bis nach 1810 \u2013 Marke\/n nicht bekannt<br>Johann George Klose (* 1784, + 1831) \u2013 t\u00e4tig vor 1821 bis 1831 \u2013 Marke\/n nicht bekannt<br>Johann Bernhard Klose (*1797, * 1856) \u2013 t\u00e4tig ab 1828 \u2013 Marke\/n nicht bekannt<br>Georg Wilhelm Hein (* 1835, + 1893) \u2013 t\u00e4tig 1860 bis 1862 in Erfurt, 1862 bis 1880\/82 in Rotenburg, 1880\/82 bis 1893 in Erfurt \u2013 Meistermarke und Stadtbeschau, um 1870 (Abb. 7)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Abbildungsnachweis<\/em><br>1 und 4 \u2013 Theo Hecker, silberpunze.freehost.ag<br>2, 3, 5, 6, 7 \u2013 Dr. G\u00f6tz J. Pfeiffer, www.gjpfeiffer.de<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Anmerkungen<\/em><br>(1) G\u00f6tz J. Pfeiffer: Goldschmiede in Rotenburg an der Fulda zwischen 30-j\u00e4hrigem Krieg und Reichsgr\u00fcndung. Personen, Werke, Zusammenh\u00e4nge (1. Teil) und (2. Teil), in: Rund um den Alheimer, Bd. 39, 2018, S. 38-47, Bd. 40, 2019, S. 15-24; ders.: Goldschmiede in Hersfeld vom 16. bis in das 20. Jahrhundert. Personen, Werke, Zusammenh\u00e4nge, in: Zeitschrift des Vereins f\u00fcr Hessische Geschichte und Landeskunde, Bd. 125, 2020, S. 69-88; ders.: Goldschmiede des Barock in Ziegenhain. Johann Christoph Wolff, Johann Michael Pletong und Johann Andreas Siegfried, in: Schw\u00e4lmer Jahrbuch, 2020, S. 72-78.<br>(2) Werner Schmidt: Osthessen. Goldschmiedemarken, neue Forschungen (3. Teil), in: Weltkunst, 1997, Heft 8, S. 830-831.<br>(3) Mail v. 15. M\u00e4rz 2021. Zum darin genannten Werk s. bei Stephan Andreas Friederich.<br>(4) Marc Rosenberg: Der Goldschmiede Merkzeichen, 4 B\u00e4nde, Frankfurt\/ Main, 1922-1928; Wolfgang Scheffler: Goldschmiede Hessens. Daten, Werke, Zeichen, Berlin, 1976.<br>(5) Schmidt (wie Anm. 2).<br>(6) Der ev. Kirchenkreis Rotenburg entsprach 1994 weitgehend dem von 1821 bis 1972 bestehenden Landkreis Rotenburg, heute Altkreis genannt; s. Werner W\u00f6lbing: Handbuch der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel, 1994, S. 671-710. Die Kunstgut-Inventarisation in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wird seit 1995 durchgef\u00fchrt, seit 2008 vom Verfasser; s. Werkzeuge des Glaubens. Handbuch der Inventarisierung in den evangelischen Landeskirchen Deutschlands, Regensburg, 2004, S. 59-62.<br>(7) Thomas Blumenstein: Aus den Rechnungen des Amtes Rotenburg (Fulda) 1605-1833, Norderstedt, 2011, S. 5 und 8.<br>(8) Scheffler (wie Anm. 4), S. 567. \u2013 1662 ist Hans Christoph Bauerschmidt in Rotenburg als Beklagter belegt (HStAM, Best. 70, Nr. 629); 1680 ebendort Johann Christoph Baurschmitt als Z\u00f6llner (HStAM, Best. 5, Nr. 5896).<br>(9) S. Scheffler (wie Anm. 4), S. 564-570.<br>(10) Lebensdaten Kasseler Goldschmiede: Christoph Buchert wurde 1616 geboren und heiratete 1639 als Goldschmied; Johannes Ries wurde 1619 geboren und als Goldschmied 1641 B\u00fcrger von Kassel; Valentin Humpff wurde um 1625 geboren und 1653 als Meister erw\u00e4hnt (Scheffler (wie Anm. 4), S. 564-569).<br>(11) Thomas Blumenstein: Trauungen aus den evangelischen Kirchenb\u00fcchern der Orte im ehemaligen Amt Rotenburg von den Anf\u00e4ngen bis 1830, Teil 4: Rotenburg an der Fulda, Norderstedt, 2014, S. 4.<br>(12) Im Landeskirchliches Archiv Kassel finden sich Kopien der Kirchenb\u00fccher aus Rotenburg Altstadt (RA) und Rotenburg Neustadt (RN), zitiert wird der Einzelband. \u2013 Blumenstein (wie Anm. 11), S. 18; RA 1696-1742, S. 34, 89.<br>(13) Friederich war Sohn des N\u00fcrnberger \u201eHandelsmanns\u201c Johann Andreas Friedrich und heiratete in erster Ehe die 1676 geborene Maria Heimbach; s. Kurt Stahr: Marburger Sippenbuch (Manuskript), Bd. 11, S. 21; Rotenburg: Pfeiffer (wie Anm. 1), S. 43; RA 1696-1742, Tote, S. 69.<br>(14) Pfeiffer, Rotenburg, 1. Teil (wie Anm. 1), S. 44; RA 1696-1742, Taufen, S. 99; RN 1739-1803, Tote, S. 4, 6. \u2013 Auch wenn Johannettas Alter beim Tod mit 40 Jahre angegeben ist, d\u00fcrfte sie 1719 nicht im 18. oder 19. Lebensjahr konfirmiert worden sein, sondern zeittypisch bis zum 15., so dass eine Geburt um 1705 naheliegt, ihr Tod als etwa 35-J\u00e4hrige.<br>(15) Scheffler (wie Anm. 4), S. 295, 707, 724.<br>(16) Blumenstein (wie Anm. 11), S. 24.<br>(17) Carl Wilhelm Ledderhose: Versuch einer Anleitung zum Hessen-Casselischen Kirchenrecht, Cassel, 1785, S. 220. \u2013 RN 1738-1803, Tote, S. 4.<br>(18) Ledderhose (wie Anm. 17), S. 261; Pfeiffer, Rotenburg, 1. Teil (wie Anm. 1), S. 44.<br>(19) RN 1631-1746, Taufen, S. 292, 310, 313; RN 1738-1803, Taufen, S. 12; dass., Tote, S. 57, 303; vgl. Blumenstein (wie Anm. 11), S. 157; Schmidt (wie Anm. 2), S. 830.<br>(20) Blumenstein (wie Anm. 11), S. 24.<br>(21) Hans G\u00fcnter Kittelmann\/ Paul Weichgreber: Chronik der Stadt Rotenburg an der Fulda von 1700 bis 1972, Kassel, 1998, S. 19; Friedrich Herzog: Spezialbeschreibung der Stadt Rotenburg (1745), in: Rund um den Alheimer, Bd. 1, 1979, S. 11-30, hier S. 20.<br>(22) Schmidt (wie Anm. 2), S. 830.<br>(23) Schmidt (wie Anm. 2), S. 830. \u2013 Die Zuschreibung ist in der polnisch-sprachigen Literatur umstritten; freundlicher Hinweis von Theo Hecker in Mail v. 6. April 2021.<br>(24) Blumenstein (wie Anm. 11), S. 29.<br>(25) Erwin Hintze: Die Breslauer Goldschmiede, Breslau, 1906, S. 18-19, Tafel II; Rosenberg (wie Anm. 4), Bd. 1, S. 280. \u2013 Auf den Kelchen in S\u00fc\u00df und Richelsdorf findet sich kein Tremolierstich, der in Breslau vor Anbringen der Stadtbeschau \u00fcblich war, so dass diese vielleicht unberechtigt eingeschlagen wurde, wie es 1687 f\u00fcr \u201eminderwertige Erzeugnisse von sogenannten Pfuschern\u201c belegt ist (Hintze (s.o.), S. 19).<br>(26) Der Stiftername ist wohl verschrieben, gemeint: Antonie Eleonore Maximiliane zu Dohna, die 1710 August Wilhelm, Freiherr von Cornberg, Erbdrost zu Auburg (1653-1721) geheiratet hatte (Europ\u00e4ische Stammtafeln. Neue Folge, Bd. 3, Teilbd. 2, Marburg, 1983, Tf. 251; Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 58, Limburg\/ Lahn, 1974, S. 342-343).<br>(27) Zu den Viten der Goldschmiede ab Johann Thomas Klose s. Pfeiffer, Rotenburg, 2. Teil (wie Anm. 1).<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen\/Korrektur von Theo Hecker: Zu der E + W -Marke. Es handelt sich hier um das Beschauzeichen E der Stadt Eisenach und bei der W-Marke um das Meisterzeichen eines Meisters der Familie Wagner in Eisenach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschungen zu Baurschmitt, Friederich und Ehrenholt von Dr. G\u00f6tz J. Pfeiffer, www.gjpfeiffer.de Dieser Essay beruht auf den seit 2010 unternommenen Forschungen des Verfassers zu Goldschmieden und ihren Werken im heutigen Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie seinen j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Aufs\u00e4tzen.(1) Da Wissenschaft von erbrachten Leistungen sowie vom Austausch lebt, war der Verfasser betr\u00fcbt, mit dem 2020 verstorbenen Werner &hellip; <a href=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=521\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGoldschmiede in Rotenburg an der Fulda zwischen 30-j\u00e4hrigem Krieg und Reichsgr\u00fcndung\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/521"}],"collection":[{"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=521"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":906,"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/521\/revisions\/906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}