{"id":574,"date":"2021-09-13T18:10:23","date_gmt":"2021-09-13T18:10:23","guid":{"rendered":"http:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=574"},"modified":"2024-04-14T09:01:07","modified_gmt":"2024-04-14T09:01:07","slug":"goldschmiede-in-vacha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/?p=574","title":{"rendered":"Goldschmiede in Vacha"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Olaf Ditzel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Goldschmiede in Vacha<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die vorliegende Untersuchung ist in Zusammenarbeit mit Theo Hecker und G\u00f6tz J. Pfeiffer entstanden. Bei den Archivalien st\u00fctzt sie sich im wesentlichen auf die seit 1693 vorhandenen Kirchenb\u00fccher (KB) der evang. Kirchgemeinde Vacha und die Best\u00e4nde des Stadtarchives Vacha<sup><a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/sup>. Letzteres verf\u00fcgt nur \u00fcber wenige alte Stadtrechnungen. Jene werden seit 1700 als K\u00e4mmereirechnungen (KR) gef\u00fchrt und liegen nun fast vollst\u00e4ndig vor<sup><a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a><\/sup>. Wertvoll sind auch die ab 1546 bzw. 1576 zahlreich \u00fcberlieferten Hospital- und Sondersiechenrechnungen. Im 17. Jh. kommen Gotteskasten- bzw. Kirchenkastenrechnungen<sup><a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a><\/sup> und Stipendiatenrechnungen hinzu<sup><a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"499\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-1024x499.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-584\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-1024x499.jpg 1024w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-300x146.jpg 300w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-768x374.jpg 768w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-1536x748.jpg 1536w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-2048x998.jpg 2048w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/siegel_vacha-1200x584.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stadtsiegel&nbsp;mit dem heil. Bonifatius seit 1303                                                            Secretsiegel&nbsp;seit 1362&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/23\/Kupferstich_vacha_1655.jpg\/800px-Kupferstich_vacha_1655.jpg\" alt=\"\" width=\"838\" height=\"515\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vacha\">Kupferstich von Vacha im Jahr 1655<\/a> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matth%C3%A4us_Merian_der_J%C3%BCngere\">Matth\u00e4us Merian der J\u00fcngere<\/a>) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ort und Mark Vacha sind ab 814\/817 im Besitz des Reichsklosters Fulda. Mit diesem wichtigen Werra\u00fcbergang sicherte die Abtei den Zugang zu ihren Besitzungen in Th\u00fcringen. Der Verkehrsweg wird bereits 786 Hohe Stra\u00dfe und sp\u00e4ter Frankfurt-Leipziger Stra\u00dfe genannt. Demgem\u00e4\u00df tritt uns Vacha schon 1186 als fuldische Stadt mit Br\u00fccke entgegen. Aufbauend auf ein fr\u00fches Marktrecht erwarb der Ort dann im Laufe des 13. Jh. alle relevanten urbanen Merkmale<sup><a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a><\/sup>. Damit einher ging die wirtschaftliche Entwicklung. Die wichtigen Gewerbe der Gewandschneider und Wollweber organisierten sich bereits um 1300 in einer eigenen Zunft<sup><a href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a><\/sup>. Weitere Zusammenschl\u00fcsse folgten bald. So werden 1368 Brot-, Gewand-, Schuh- und Fleischhaus erw\u00e4hnt. Selbst die schwierigen Zeiten des Schwarzen Todes bedeuteten keinen eklatanten Bruch. Erst im 15. Jh. setzte eine gewisse Stagnation ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den gro\u00dfen Stadtbrand des Jahres 1467 b\u00fc\u00dften mehrere Handwerksverb\u00e4nde ihre Zunftbriefe ein. So neben den Schuhmachern auch die Schmiede; deren Privilegien 1500 vom Stift Fulda erneuert worden sind. Darin wird festgelegt: <em>wer in \u2026 unnser Stat Vach meister werdenn,<\/em> (und) <em>sich des smydewergs gebruchen unnd mit dem Hamer erbeten wil, au\u00dfgescheiden <\/em><em><strong>Goltsmide<\/strong><\/em><em> unnd Zymmerleute<\/em> \u2026<sup><a href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a><\/sup>. Der Verweis auf die beiden anderen Gewerke hatte sicher einen realen Hintergrund, jedenfalls kommt in der gleichrangigen Nachbarstadt Salzungen bereits 1388 ein Goldschmied als Zeuge vor<sup><a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Reformation setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung bei Vacha ein, der bis in den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg hinein anhielt. Nicht zuf\u00e4llig treten nun mit <strong>Georg Vogel<\/strong> und <strong>Jakob<\/strong> <strong>K\u00fcster<\/strong> von 1576 bis 1590 bzw. 1601 die ersten namentlich bekannten Goldschmiede in Erscheinung<sup><a href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a><\/sup>. Ihnen folgt <strong>Friedrich Meininger<\/strong> von 1600 bis 1623 nach<sup><a href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a><\/sup>. Zeugnisse ihres Schaffens sind bisher nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die gesellschaftliche Stellung einiger Akteure war recht bemerkenswert. So besa\u00df Vogel ein Haus am Markt und \u00fcbte 1582\/1583 das Amt des B\u00fcrgermeisters aus<sup><a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a><\/sup>. Bei der Taufe von Meiningers Sohn fungierte 1611 mit Wilhelm von V\u00f6lkershausen ein adliger Grundherr aus der Nachbarschaft als Pate<sup><a href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a><\/sup>. Oft reichten die Einnahmen durch das Handwerk nicht zum Lebensunterhalt. Als Absicherung diente da, wie auch bei anderen Berufen, oft Gartenbau und Landwirtschaft. So ist noch 1657 von einem Acker die Rede, der ehemals Georg Vogel geh\u00f6rte<sup><a href=\"#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg erlebte die Stadt einen beispiellosen Niedergang, was besonders der Lage an der Frankfurt-Leipziger Stra\u00dfe geschuldet war. Den Tiefpunkt markierte 1642 mit nur noch 43 Steuerzahlern. Die Schwere des Einschnittes ist daran abzulesen, dass die Einwohnerst\u00e4rke von ca. 2200 um 1600 erst 200 Jahre(!) sp\u00e4ter wieder erreicht wurde<sup><a href=\"#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im 18. Jh. macht sich bei Vacha eine wirtschaftliche Erholung bemerkbar. So erwarben jetzt auch mehrere Goldschmiede das B\u00fcrgerrecht bzw. erlernten hier ihr Handwerk. Am Anfang steht <strong>Rudolph Gaudard<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-599\" width=\"800\" height=\"374\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">links: Beschauzeichen Vacha, rechts Meisterzeichen R*G des Rudolph Gaudard, 1724 datierte Patene<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Ortsfremder, mit dem milit\u00e4rischen Rang eines <em>Sergeant<\/em>(en),<em> <\/em>heiratet er 1712 Jan. 28 in Vacha Anna Barbara Waller (KB I 403). Bei der Taufe seines Sohnes Johann Daniel 1716 (nach Sept. 27) erscheint der <em>Fendrich<\/em> (F\u00e4hnrich) Gaudard (KB I 144). Als B\u00fcrger und Steuerzahler ist er erstmals 1719 greifbar. Bekleidet ab diesem Jahr auch das Amt des Stadtwachtmeisters (KR 12, 86), welches er, ab 1729 erg\u00e4nzt durch das des Marktmeisters, bis zu seinem Tod 1756\/1757 innehat<sup><a href=\"#sdfootnote15sym\"><sup>15<\/sup><\/a><\/sup>. Ein auf 1721 datierter Abendmahlskelch tr\u00e4gt seine Initialen als Meisterzeichen &#8211; R*G und als Beschauzeichen ein Kreuz. Gleiches findet sich 1724 auf einer Patene<sup><a href=\"#sdfootnote16sym\"><sup>16<\/sup><\/a><\/sup>. Sein Beruf <em>Goldschmitt<\/em> ist ebenfalls 1724 aktenkundig<sup><a href=\"#sdfootnote17sym\"><sup>17<\/sup><\/a><\/sup>. Nach dem Tod der ersten Frau heiratete der <em>Gold- und Silberarbeiter<\/em> Gaudard 1734 Okt. 7 Anna Martha Hamuetin<sup><a href=\"#sdfootnote18sym\"><sup>18<\/sup><\/a><\/sup>. Im Jahr 1736 erfahren wir, dass <em>Herrn Gaudarn von einem Stempell mit dem Statt Wappen zu verfertigen bezahlt wordenn 21 gnacken 2 denare <\/em>(KR 140). Hierbei k\u00f6nnte es sich um einen Siegelstempel handeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Rattenschwanzloeffel_Vacha_1750_RG-1024x498.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-814\" width=\"800\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Rattenschwanzloeffel_Vacha_1750_RG-1024x498.jpg 1024w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Rattenschwanzloeffel_Vacha_1750_RG-300x146.jpg 300w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Rattenschwanzloeffel_Vacha_1750_RG-768x373.jpg 768w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Rattenschwanzloeffel_Vacha_1750_RG.jpg 1031w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rattenschwanzl\u00f6ffel um 1740 mit Meisterzeichen R*G des Rudolph Gaudard links und Beschauzeichen Vacha rechts<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Sohn des Rudolph wird <strong>Johannes Gaudard<\/strong> 1719 Juli 5 getauft (KB I 161). Er hat das B\u00fcrgerrecht<sup><a href=\"#sdfootnote19sym\"><sup>19<\/sup><\/a><\/sup> und f\u00fchrte wohl die Werkstatt seine Vaters weiter. Bei der Bestattung seiner Tochter Anna Katharina kommt er 1758 April 27 erstmals als <em>Goldschmidt<\/em> vor (KB II 547). Bis zu seinem Tod 1772 Mai 18 erscheint er mehrfach als solcher<sup><a href=\"#sdfootnote20sym\"><sup>20<\/sup><\/a><\/sup>, ohne das bisher Werke von ihm bekannt w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Goldschmiedegeselle <strong>Georg Adam Gilsh\u00e4user<\/strong> tritt 1726 Jan. 8 bei der Taufe seines unehelichen Kindes in Erscheinung (KB I 206). Vier Jahre sp\u00e4ter 1730 Juli 8 heiratet er in Vacha Anna Christina Waller, die Mutter seines Sohnes Johann Caspar (KB I 441). Eine Auseinandersetzung mit seinem Schwager und Goldschmiedekollegen Rudolph Gaudard und dessen Frau zog 1730 f\u00fcr beide Parteien eine Bu\u00dfe nach sich (KR 58). Gaudards Frau Anna Barbara ist die Tochter des Johann Daniel Waller<sup><a href=\"#sdfootnote21sym\"><sup>21<\/sup><\/a><\/sup>. Bei der Taufe von Anna Christina 1700 Mai 2 wird der Vorname des Vaters nicht genannt (KB I 47). Jedenfalls wohnt Gilsh\u00e4user 1735 als B\u00fcrger und Bedezahler direkt neben Johann Daniel Waller<sup><a href=\"#sdfootnote22sym\"><sup>22<\/sup><\/a><\/sup>, welcher ein Jahr sp\u00e4ter B\u00fcrgermeister ist<sup><a href=\"#sdfootnote23sym\"><sup>23<\/sup><\/a><\/sup>. Ob er als Geselle nach Vacha kam oder bei Gaudard in die Lehre ging steht dahin<sup><a href=\"#sdfootnote24sym\"><sup>24<\/sup><\/a><\/sup>. M\u00f6glicherweise stammt Gilsh\u00e4user von der Lahn. So \u00fcbernimmt bei der Taufe des Sohnes Johann Georg der G\u00fcrtler Johann Georg Gilsh\u00e4user aus Marburg 1741 Nov. 27 die Patenschaft (KB I 346). Nach Gaudards Tod folgt ihm Gilsh\u00e4user 1761 im Amt des Stadtwachtmeister <em>Stadt Fendrich<\/em> nach (KR 112). F\u00fcr 1748 ist auch die T\u00e4tigkeit als Brauer belegt (KR 74). Im Alter von 79 Jahren ist Georg Adam Gilsh\u00e4user &#8211; <em>Goldschmidt und Stattfendrich<\/em> 1777 gestorben (KB II 607). Von ihm sind keine Werke bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei S\u00f6hne schlagen die gleiche berufliche Laufbahn ein. Der 1731 Jan. 20 geborene J<strong>ohannes Gilsh\u00e4user<\/strong> (KB I 235) heiratet 1759 Nov. 22 Anna Katharina Herbst, wobei er erstmals Goldschmied genannt wird (KB I 309). In den folgenden Jahren erscheint er \u00f6fters als solcher, 1769 Aug. 13 auch als Meister<sup><a href=\"#sdfootnote25sym\"><sup>25<\/sup><\/a><\/sup>. Vom B\u00fcrger und Bedezahler h\u00f6ren wir 1771 (KR 44). Mit nur 42 Jahren stirbt der Goldschmied Johannes Gilsh\u00e4user 1774 Juni 2 in Vacha (KB II 601). Von seinem Schaffen ist bisher nichts auf uns gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Bruder <strong>Johannes Georg Gilsh\u00e4user<\/strong> erblickte 1741 Nov. 25 in Vacha das Licht der Welt (KB I 346). Bei seiner Hochzeit mit Maria Katharina Sandrock 1766 Mai 29 ist er als Goldschmied bezeugt (KB II 324). Der Aufenthalt der Familie in Hersfeld von 1766 bis 1768, wo Sohn Rudolph geboren wird, bleibt Episode<sup><a href=\"#sdfootnote26sym\"><sup>26<\/sup><\/a><\/sup>. Zur\u00fcck in Vacha ist Gilsh\u00e4user 1771 B\u00fcrger und Mieter (KR 52). \u00dcber fast ein halbes Jahrhundert hinweg findet sich bei ihm die Berufsbezeichnung Goldschmied<sup><a href=\"#sdfootnote27sym\"><sup>27<\/sup><\/a><\/sup>. Werke oder Marken sind trotzdem nicht bekannt. In seiner Jugend \u00fcbersteht Gilsh\u00e4user in Vacha den Siebenj\u00e4hrigen Krieg und im hohen Alter noch die napoleonische Fremdherrschaft. Nach dem Tod seiner Frau 1813 April 24 \u00fcbersiedelt Gilsh\u00e4user in das st\u00e4dtische Hospital, wo er Silvester 1818 stirbt<sup><a href=\"#sdfootnote28sym\"><sup>28<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Johannes Georg Gilsh\u00e4users 1766 in Hersfeld geborener Sohn <strong>Rudolph Gilsh\u00e4user<\/strong> erlernt ebenfalls das Handwerk<sup><a href=\"#sdfootnote29sym\"><sup>29<\/sup><\/a><\/sup>. \u00dcber ihn ist sehr wenig bekannt. Nur bei seiner Heirat mit Justina Voigt 1807 Nov. 13 (KB III 22) und bei der Taufe des Sohnes Adam 1809 Jan. 15 (KB III 108) fassen wir ihn als Goldschmied<sup><a href=\"#sdfootnote30sym\"><sup>30<\/sup><\/a><\/sup>. Der eigentliche Broterwerb geschah wohl sp\u00e4ter durch seine T\u00e4tigkeit als Gro\u00dfherzoglicher Wegewart, wie er bei seine Bestattung 1828 Aug. 12 genannt wird (KB 25).<\/p>\n\n\n\n<p>Als Sohn des Metzgers Georg Lotz kommt 1731 M\u00e4rz 5 <strong>Andreas Lotz<\/strong> in Vacha zur Welt (KB I 235). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-601\" width=\"800\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-1.png 400w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-1-300x80.png 300w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">links: Beschauzeichen Vacha, rechts: Meisterzeichen A.L des Andreas Lotz, Kelchl\u00f6ffel um 1760<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ab 1755 ist er mit dem Status Mieter <em>Beywohner<\/em> greifbar (KR 46). In diesen Jahren heiratet er Anna Katharina Sandrock<sup><a href=\"#sdfootnote31sym\"><sup>31<\/sup><\/a><\/sup>. Bei der Taufe der Tochter Katharina Elisabeth 1758 April 10 fassen wir ihn erstmals als Goldarbeiter (KB II 1)<sup> <\/sup>und 1759 April 26 bei der Taufe von Johannes Gaudards Sohn als Pate und Goldschmied<sup><a href=\"#sdfootnote32sym\"><sup>32<\/sup><\/a><\/sup>. Vor 1771 erwarb Andreas Lotz das Anwesen neben seinem Vater (KR 44). M\u00f6glicherweise ging er bei Rudolph Gaudard oder Georg Adam Gilsh\u00e4user in die Lehre. Ein um 1760 datierter Kelchl\u00f6ffel tr\u00e4gt als Meisterzeichen AL und als Beschauzeichen ein Kreuz<sup><a href=\"#sdfootnote33sym\"><sup>33<\/sup><\/a><\/sup>. Letzteres findet sich schon bei Rudolph Gaudard. Es k\u00f6nnte eine Reminiszenz an die alte Fuldaer Herrschaft sein. Zwar erwarb die Landgrafschaft Hessen-Kassel 1406 zwei Drittel von Stadt und Amt Vacha pfandweise, die Aufsicht bez\u00fcglich des Gewerbes und damit \u00fcber die Z\u00fcnfte blieb aber bis 1648 bei Fulda. Ein ganz \u00e4hnlich gestaltetes Kreuz (im Schild) ziert bereits das st\u00e4dtische Secretsiegel des 14.\/15. Jahrhunderts<sup><a href=\"#sdfootnote34sym\"><sup>34<\/sup><\/a><\/sup>. Es d\u00fcrfte als kennzeichnende st\u00e4dtische Marke f\u00fcr Erzeugnisse der Handwerker allgemein gedient haben. Im Alter von 75 Jahren ist Andreas Lotz 1805 Dez. 21 gestorben (KB III 55).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem 1741 Sept. 8 geborenen <strong>Johann Rudolph Lotz<\/strong> schl\u00e4gt ein weiterer Sohn des Georg Lotz die Laufbahn als Goldschmied ein (KB I 345). Johann Rudolph heiratet 1765 Eva Elisabeth Fleischhauer, wobei erstmals sein Beruf erw\u00e4hnt wird<sup><a href=\"#sdfootnote35sym\"><sup>35<\/sup><\/a><\/sup>. Dar\u00fcber hinaus ist er 1771 auch als Handelsmann (KR 134) und Mieter (KR 51) bezeugt. Au\u00dferdem erscheint Johann Rudolph 1776 als Ratsverwandter, also dem erweiternden Rat angeh\u00f6rend<sup><a href=\"#sdfootnote36sym\"><sup>36<\/sup><\/a><\/sup>. Zeugnisse aus seiner Werkstatt sind nicht auf uns gekommen. Bereits 1788 M\u00e4rz 25 ist er im Alter von nur 47 Jahren gestorben (KB II 647).<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nachfolge seines Vaters Andreas steht <strong>Johannes Georg Lotz<\/strong>. Er wird 1762 M\u00e4rz 1 geboren (KB II 31), 1776 konfirmiert (KB II 449) und blieb unverheiratet. Sonst ist \u00fcber sein Leben kaum etwas bekannt. Eine Lehre in der v\u00e4terlichen Werkstatt liegt nahe. Johannes Georg Lotz ist aber erst 1815 M\u00e4rz 12 als Goldschmied nachzuweisen (KB III 143). Zur Weihe der neu erbauten evangelischen Stadtkirche, der Johanneskirche, stiftet er 1824 einen Siebl\u00f6ffel<sup><a href=\"#sdfootnote37sym\"><sup>37<\/sup><\/a><\/sup>. Dieser zeigt zum einen als Meisterzeichen LOTZ und eine weitere schwer zu deutende Marke. Sonst ist ihm kein weiteres Werk zuzuordnen. Im hohen Alter von 84 Jahren ist der Goldschmied Johannes Georg Lotz 1846 Nov. 14 gestorben (KB IV 203).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit <strong>Caspar Georg Lotz<\/strong> tritt auch ein Sohn von Johann Rudolph Lotz in die Fu\u00dfstapfen seines Vaters. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-602\" width=\"800\" height=\"154\" srcset=\"https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-2.png 412w, https:\/\/silberpunze.1x.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-2-300x58.png 300w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">links: Feingehaltszeichen 12, rechts: Meisterzeichen LOTZ des Johann Rudolph Lotz, 1824 datierter L\u00f6ffel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Lebenslauf ist noch sehr l\u00fcckenhaft, \u00e4hnlich wie bei seinem Cousin Johannes Georg. In Vacha wird er 1769 Okt. 15 geboren (KB II 110) und 1783 konfirmiert (KB II 462). Danach ist Caspar Georg erst wieder bei der Taufe seines unehelichen Sohnes Bernhard 1804 Jan. 29 belegt (KB III 81). Wenige Monate sp\u00e4ter 1804 Mai 21 heiratet er Bernhards Mutter Barbara Christina Schultz (KB III 17), wobei er als Gastwirt bezeichnet wird. Bei der Taufe von Tochter Eva Elisabeth 1806 Mai 11 (KB III 94) und deren Bestattung 1807 Febr. 19 (KB III 60) erscheint er dagegen als Goldschmied. Dieser Beruf hat wohl im Vordergrund gestanden<sup><a href=\"#sdfootnote38sym\"><sup>38<\/sup><\/a><\/sup>, obwohl keine Zeugnisse aus seiner Werkstatt bekannt sind. Mit nur 43 Jahren stirbt 1813 Febr. 14 der Goldschmied Caspar Georg Lotz (KB III 85).<\/p>\n\n\n\n<p>Als Sohn des Vachaer Goldschmieds <strong>Valentin Hess<\/strong> erh\u00e4lt der Goldschmiedegeselle <strong>Johann Adam Hess<\/strong> 1774 in Hersfeld das B\u00fcrgerrecht<sup><a href=\"#sdfootnote39sym\"><sup>39<\/sup><\/a><\/sup>. Letzterer d\u00fcrfte um 1747\/1748 in Vacha zur Welt gekommen sein, da 1760 seine Konfirmation bezeugt ist (KB II 430). Bereits 1778 ist er in Hersfeld verstorben<sup><a href=\"#sdfootnote40sym\"><sup>40<\/sup><\/a><\/sup>. Bei seinem Vater ist weder das Geburts- noch das Sterbedatum \u00fcberliefert. Er geh\u00f6rte schwerlich zu der seit dem 17. Jh. in Vacha ans\u00e4ssigen Familie Hess. Das Datum der Zuwanderung ist nicht bekannt<sup><a href=\"#sdfootnote41sym\"><sup>41<\/sup><\/a><\/sup>. Als Brauer und Bedezahler (f\u00fcr sein Haus in der Vorstadt) erscheint er 1748 (KR 17, 41, 73). Im Jahr 1757 ist <em>Johann Valentin Hess, Gold- und Silber Arbeiter alhier <\/em>(in Vacha) im Besitz eines Gartens<sup><a href=\"#sdfootnote42sym\"><sup>42<\/sup><\/a><\/sup>. Zwischen Januar 1757 und M\u00e4rz 1758 ist er verstorben<sup><a href=\"#sdfootnote43sym\"><sup>43<\/sup><\/a><\/sup>. Weder von Vater noch Sohn sind Werke bekannt<sup><a href=\"#sdfootnote44sym\"><sup>44<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit <strong>Johannes Georg Meister <\/strong>fassen wireinen Goldschmied, der aus einer alteingesessenen Vachaer Familie stammt. Sein Vater Johannes war Knopfmacher, der 1738 Anna Maria Jacob heiratet (KB 451). Die 1759 erfolgte Konfirmation l\u00e4sst auf 1746 als Geburtsjahr schlie\u00dfen<sup><a href=\"#sdfootnote45sym\"><sup>45<\/sup><\/a><\/sup>. Johannes Georg heiratet 1774 Juni 16 Elisabeth, des B\u00fcrgers und Hufschmied-Meister Daniel Zitters Tochter (KB II 333). Von 1773 bis 1794 erscheint er mehrfach als Goldschmied<sup><a href=\"#sdfootnote46sym\"><sup>46<\/sup><\/a><\/sup>. Bei der Bestattung der Ehefrau Elisabeth 1800 Juli 24 wird Johannes Georg Meister dann allerdings als Stadtk\u00e4mmerer bezeichnet (KB III 36), bei seiner eigenen 1803 Dez. 10 zudem als Ratsverwandter (KB III 46). Auch von ihm sind weder Lehrmeister noch Zeugnisse seines Schaffens greifbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob auch <strong>Georg Wilhelm Marg(g)raff <\/strong>in die Reihe der Vachaer Goldschmiede geh\u00f6rt ist fraglich<sup><a href=\"#sdfootnote47sym\"><sup>47<\/sup><\/a><\/sup>. Er wurde jedenfalls 1731 hier als Sohn des ehemaligen Stadtschreibers Vitus Marggrafen geboren<sup><a href=\"#sdfootnote48sym\"><sup>48<\/sup><\/a><\/sup>. Dann erfahren wir erst wieder 1761 von ihm bei der Aufnahme in die Berliner B\u00fcrgerschaft bzw. der Bestallung als Amtsmeister. Im gleichen Jahr heiratet er als Gold- und Silberarbeiter Anna Sophie Peters. Gestorben ist Georg Wilhelm Marggraff 1804 M\u00e4rz 29 in Berlin<sup><a href=\"#sdfootnote49sym\"><sup>49<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Die wahrscheinlich schon im Mittelalter in Vacha vertretenen Goldschmiede lassen sich namentlich bisher nicht belegen. Auch \u00fcber ihre fr\u00fchneuzeitlichen Kollegen kommt kaum etwas in den Quellen vor. Um so erstaunlicher ist die hohe Zahl von Goldschmieden im 18. Jahrhundert, da sie hier und im n\u00e4heren Umfeld ja kaum ausreichend Auftr\u00e4ge erhalten konnten. So werden 1771 im Lager-, St\u00fcck- und Steuerbuch der Stadt Vacha gerade einmal 1548 Einwohner vermeldet. Unter den Gewerbetreibenden sind aber sechs Goldschmiede aufgelistet<sup><a href=\"#sdfootnote50sym\"><sup>50<\/sup><\/a><\/sup>!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der bald wieder m\u00f6glichen Nutzung des Vachaer Stadtarchives werden sich weitere Erkenntnisse gewinnen lassen. Dies soll in einer sp\u00e4teren Ver\u00f6ffentlichung einflie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> Bei Fundstellen in den Kirchenb\u00fccher (KB) und K\u00e4mmereirechnungen (KR) ist in der Regel keine Anmerkung gesetzt, sondern in Klammern ein Quellenverweis mit Seitenangabe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a> Die Archivalien des Stadtarchives Vacha sind derzeit nicht benutzbar.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a> Die Gotteskastenrechnungen liegen von 1623 \u2013 1850 teilweise im evang. Pfarrarchiv Vacha. Mit der Bezeichnung Kirchenkastenrechnungen (mit gro\u00dfen L\u00fccken) auch im HStAMarburg Best. 315r Serie &#8211; Kirchenkastenrechnungen Vacha 1637 \u2013 1850.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a> Stadtarchiv Vacha.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a> Ditzel 2008 S. 64f; Ditzel 2011, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\">6<\/a> Ditzel 1991, S. 39.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\">7<\/a> 1500 Juni 3 (HStAM Fuld. Kopialb XIV Nr. 123).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\">8<\/a> M\u00f6tsch, Johannes: Fuldische Frauenkl\u00f6ster in Th\u00fcringen. Regesten zur Geschichte der Kl\u00f6ster Allendorf, Kapellendorf und Zella\/Rh\u00f6n (Ver\u00f6ffentlichungen der Historischen Kommission f\u00fcr Th\u00fcringen Gro\u00dfe Reihe Band 5), M\u00fcnchen Jena 1999, A 321.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\">9<\/a> Diese beiden lassen sich mit ihrem Beruf bisher nur anhand von Hans Gollers B\u00fcrgerbuch (handschriftlich 1970, mit Erg\u00e4nzungen von O. Ditzel) erschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\">10<\/a> Friedrich Meininger (Meyninger) erscheint in der Stadtrechnung 1600 als Bedezahler (Stadtarchiv; Goller, B\u00fcrgerbuch). Mit Frau Margaretha bewohnt er 1617 als Goldschmied ein Haus in der Hintergasse (Lehnbriefe und Obligationen des Hospitals pp zu Vacha aus den Jahren 1523 \u2013 1806 Stadtarchiv Vacha Historisches Archiv Nr. 2533).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\">11<\/a> Goller, B\u00fcrgerbuch. Die Amtsgesch\u00e4fte f\u00fchrten bis um 1700 jeweils vier B\u00fcrgermeister gleichzeitig.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\">12<\/a> 1611 November 1 (Pfarrarchiv, Taufregisterfragment 1609-1612)<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\">13<\/a> Sippel, Wilm: Stiftung Sippel von 1525 (im Familienverband Berneburg e.V.), Bd. 11, Forschungsberichte, Hefte 41-45, G\u00f6ttingen 1982, S. 230.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\">14<\/a> Schadensregister von Stadt u. Amt Vacha 1642 (HStAMarburg Best. 17e Vacha Nr. 6). Multipliziert mit dem Faktor f\u00fcnf der durchschnittlichen Familienst\u00e4rke sind das kaum mehr als 200 Personen. Die Stadtrechnung von 1652 weist wieder ca. 750 aus. Laut KR von 1702 stieg deren Zahl auf ca. 1280 Bewohnern.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\">15<\/a> Letztmalig 1755 in der KR (32, 116f.). Er fehlt im KB unter den seit 1758 wieder dokumentierten Bestattungen. Seine Witwe wird 1770 Sept. 24 erw\u00e4hnt (KB II 122).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote16anc\">16<\/a> Mail Theo Hecker 11.8.21.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\">17<\/a> HStAMarburg Best. 17 II, Nr. 2756, S. 5. Ebenso 1730 (KR 58).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\">18<\/a> KB I 445. Als Witwe 1770 Sept. 24: <em>des goldschmidts H. Rudolph Gaudarts Wittib<\/em> (KB II 122).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote19anc\">19<\/a> Als Bedezahler in der K\u00e4mmereirechnung noch 1771 erw\u00e4hnt (KR, S. 40).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote20anc\">20<\/a> 1759 April 26 (KB II 10); 1760 Jan. 7 (KB II 16); 1761 Aug. 20 (KB II 28); 1763 Nov. 2 (KB II 45); 1765 Nov. 3 (KB II 66); 1768 Febr. 27 (KB II 86); 1770 Sept. 24 (KB II 122); 1772 Mai 18 (KB II 596).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote21anc\">21<\/a> 1703 Konfirmation (KB I 286).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote22anc\">22<\/a> 1735 (KR 23). Vorher, ab 1719 (KR 12), wohnte Gaudards Familie neben diesen, also wohl im gleichen Haus.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote23anc\">23<\/a> 1736 (KR 19). Seit 1669 in Vacha nachweisbar. Schon 1700 ist er B\u00fcrgermeister; auch als Stadtbaumeister bezeugt (Goller BB).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote24anc\">24<\/a> Belege als Goldschmied: 1730 (KR 58); 1735 (KR 63); 1741 Nov. 27 (KB I 346).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote25anc\">25<\/a> Belege als Goldschmied:1763 Jan. 13 (KB II 38); 1765 Jan. 22 (KB II 57); 1769 Mai 13 (KB II 102); 1769 Aug. 13 (KB II 108). 1772 M\u00e4rz 8 (KB II 594; f\u00e4lschlicherweise sein Bruder Johannes Georg genannt).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote26anc\">26<\/a> Pfeiffer ZHG 2020, S. 77.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote27anc\">27<\/a> Goldschmied: 1766 Mai 29 (KB II 324); 1774 Nov. 22 (KB II 161); 1777 Aug. 8 (KB II 186); 1778 Jan. 20 (KB II 191); 1780 Mai 18 (KB II 212); 1783 Jan. 4 (KB II 242); 1785 Dez. 4 (KB II 270); 1798 und 1799 (KB III Konfirm. 9, 11); 1806 Sept. 16 (KB III \u2020 58); 1807 Nov. 13 (KB III \u221e 22); 1813 April 24 (KB III \u2020 89); Goldschmiedemeister: 1769 M\u00e4rz 2 und 1771 Dez. 24 (KB II 99, 136).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote28anc\">28<\/a> 1813 April 24 (KB III 89); 1818 Dez. 31 Tod, 1819 Jan. 2 Bestattung (KB 116).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote29anc\">29<\/a> Pfeiffer ZHG 2020, S. 77.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote30anc\">30<\/a> Bei einer Patenschaft 1797 Dez. 27 erscheint er ohne Berufsbezeichnung (KB III 38).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote31anc\">31<\/a> Ein genaues Datum ist nicht bekannt, da das Kirchenbuch zwischen 1742 und 1758 fehlt (vgl. KB II 1).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote32anc\">32<\/a> 1759 Apr. 26 (KB II 10). Weitere Belege als Goldschmied: 1760 Febr. 5 (KB II 16); 1762 M\u00e4rz 4 (KB II 31); 1765 Febr. 14 (KB II 57); 1766 Juni 30 (KB II 576); 1767 Mai 14 (KB II 78); 1767 Okt. 3 (KB II 82); 1774 Jan. 30 (KB II 150); 1776 Okt. 26 (KB II 177); 1778 Aug. 25 (KB II 195); 1790 Jan. 14 Taufe (KB III 1); 1794 Mai 18 (KB III \u221e 5); 1801 Mai 10 (KB III \u221e 13).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote33anc\">33<\/a> Theo Hecker, Mail 15.8.2021.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote34anc\">34<\/a> Erster Abdruck 1362 M\u00e4rz 12 (HStAM Best. Urk. 57).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote35anc\">35<\/a> 1765 Nov. 21 (KB II 322). Davor ist er nur 1763 Sept. 6 als Pate (ohne Berufsnennung) greifbar (KB II 43). Weitere Nennungen als Goldschmied: 1767 Apr. 13 (KB II 77); 1769 M\u00e4rz 6 (KB II 100); 1772 Febr. 23 (KB II 137); 1774 Mai 30 (KB II 154); 1776 Okt. 26 und 1776 Dez. 4 (KB II 177, 606); 1778 Aug. 25 (KB II 195); 1779 Mai 17 (KB II 201); 1780 Sept. 11 (KB II 216); 1788 M\u00e4rz 27 (KB II 647).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote36anc\">36<\/a> 1776 Okt. 26 und 1776 Dez. 4 (KB II 177, 606).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote37anc\">37<\/a> KB, Chronik; Olaf Ditzel, Johanneskirche 2004, S. 36.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote38anc\">38<\/a> Noch bei der Hochzeit des Sohnes Bernhard 1829 Mai 10 wird der Vater Goldschmied genannt (KB IV 73).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote39anc\">39<\/a> Pfeiffer ZHG 2020, S. 77.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote40anc\">40<\/a> Pfeiffer ZHG 2020, S. 77.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote41anc\">41<\/a> Sein Geburtseintrag m\u00fcsste eigentlich in dem bis 1742 reichenden ersten Kirchenbuch zu finden sein. In der KR 1745 kommt er nicht vor. Die KR sind bez\u00fcglich B\u00fcrgerrecht noch zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote42anc\">42<\/a> 1757 Jan. 6 (Gotteskasten, S. 57).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote43anc\">43<\/a> Im seit M\u00e4rz 1758 gef\u00fchrten zweiten Kirchenbuch ist kein Todeseintrag zu finden. Seine Witwe erscheint 1761 (KR 17; Gotteskasten, S. 22).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote44anc\">44<\/a> Vgl. Pfeiffer ZHG 2020, S. 77.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote45anc\">45<\/a> 1759 (KB II 427). Zudem wird bei der Bestattung 1803 das Alter mit 57 Jahren angegeben (KB III 46).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote46anc\">46<\/a> 1773 Jan. 8 Taufpate (KB II 143); 1774 Juni 16 (KB II 333); 1775 M\u00e4rz 23 (KB II 164); 1776 Dez. 29 (KB II 179); 1778 Febr. 23 (KB II 191); 1781 Nov. 24 (KB II 226); 1782 Nov. 24 (KB II 240); 1784 Apr. 29 (KB II 257); 1786 Febr. 25 (KB II 273); 1794 Juni 9 (KB III Taufe 26).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote47anc\">47<\/a> Die zur Zeit nicht m\u00f6gliche Benutzung des Stadtarchives k\u00f6nnte hier vielleicht noch Klarheit bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote48anc\">48<\/a> 1731 Febr. 24 (KB I 235). Vom Tod seiner Mutter erfahren wir 1769 Febr. 2 &#8211; weyland des Stadtschreibers Johann Vitus Margraf Witwe, Maria Elisabeth, alt 73 Jahre, 2 Monate, 2 Wochen (KB II 584).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote49anc\">49<\/a> W. Scheffler, Berliner Goldschmiede 953 (Mail Theo Hecker 12.8.2021).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote50anc\">50<\/a> Paul Grau und Max Eckardt, Chronik der Stadt Vacha, Vacha 1922, S. 80f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Olaf Ditzel Goldschmiede in Vacha Die vorliegende Untersuchung ist in Zusammenarbeit mit Theo Hecker und G\u00f6tz J. Pfeiffer entstanden. Bei den Archivalien st\u00fctzt sie sich im wesentlichen auf die seit 1693 vorhandenen Kirchenb\u00fccher (KB) der evang. Kirchgemeinde Vacha und die Best\u00e4nde des Stadtarchives Vacha1. Letzteres verf\u00fcgt nur \u00fcber wenige alte Stadtrechnungen. 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