Oelsnitz im Vogtland in Sachsen

Stadtwappen von Oelsnitz

Die Stadt Oelsnitz im sächsischen Vogtlandkreis zählt heute knapp 10000 Einwohner. Über die Oelsnitzer Goldschmiede war bisher wenig bekannt. Einzelne Goldschmiede werden in unterschiedlichen Quellen erwähnt. Eine systematische Zusammenstellung befindet sich in der Datensammlung von Werner Schmidt (Offenbach), in dem auch Bezug auf auf ein Meisterzeichen IEG (o(val),d(ruckbchstabe)e(rhaben)) existiert, das dort dem Meister Johann Erdmann Grebner (Gräbner), erwähnt 1747-1751, zugeschrieben wird.

Löffel um 1770 mit BZ: Oelsnitz i.V. und MZ: (IEG) = Johann Erdmann Grebner

Ein Löffel mit einem Löwen als Beschauzeichen und darüber der Lotangabe 12 trägt ein solches Meisterzeichen befand sich im Kunsthandel. Ebenfalls im Kunsthandel bei Auktionshaus Schwab wurde ein Deckelbecher mit der gleichen Punzierung angeboten.

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Neustadt an der Orla

Neustadt an der Orla in Thüringen ist ein kleine Stadt, die heute etwas mehr als 8000 Einwohner zählt. In der Stadt befindet sich auch ein Museum im Schweitzer’schen Haus, heute Lutherhaus, benannt nach Martin Luther, der hier als Gast mehrfach übernachtet haben soll.

Stadtwappen von Neustadt an der Orla

In diesem Haus gehörte später dem Goldschmied und Oberkämmerer   Christian Friedrich Aurich, der hier seine Werkstatt gehabt hat. Er war ca.  1767-1780 tätig ( begraben am 13.Oktober 1780 ). Ein 1778 datierter Vorlegelöffel trägt als Beschauzeichen ein N, das Feingehaltszeichen 10 Lot und das Meisterzeichen CFA ligiert das wohl Christian Friedrich Aurich zugeschrieben werden kann.

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Willkommen auf der neuen Plattform

Diese Seite ist der Versuch, den interessierten Leser über neue Forschungsergebnisse im Bereich der alten Gold- und Silberschmiede und ihrer Marken zu informieren. Inspiriert durch die so wertvollen Artikel von Werner Schmidt, welche um die Jahrtausendwende in der Weltkunst in über 60 Teilen erschienen und nach 2004 leider nicht weiter fortgesetzt worden sind.

Durch das Kirchenbuchportals www.archion.de, konnten inzwischen viele neue Goldschmiedenamen und Daten in mittleren und kleineren Städten gefunden werden, die in der Literatur noch nicht genannt worden sind. Die Auswertung dieser „neuen“ alten Quellen erlaubt einen tieferen Einblick in die originalen Schriften und somit auch die Möglichkeit, Einträge zu entdecken, die anderen Autoren (noch) nicht bekannt waren. Die Ergebnissen dieser Untersuchungen sollen hier nun vorgestellt werden.

Diese Seite soll auch dazu dienen, dass andere Forscher hier ihre Artikel veröffentlichen können. Es besteht hier ebenfalls die Möglichkeit, Bilder und Verlinkungen einfließen zu lassen.

Den Beginn macht ein Tafellöffel aus Schwäbisch Hall.

MZ des Johann Nicolaus Wenger um 1820

Die folgende Marke stammt von einem Löffel aus der Zeit um 1820. Das Meisterzeichen JW läßt sich keinem bekannten Goldschmied zuordnen. Jedoch findet man im Häuserverzeichnis  einen Hinweis, dass Am Spitalbach 9 der Bijoutier Johann Nicolas Wenger um 1827 1/3 des Hauses besaß und darin gelebt hat. Zuvor wurde dieses Haus im 18. Jh. bereits von dem Goldarbeiter Georg Christoph Pabst und dessen Sohn dem Goldarbeiter  Johann Christoph Pabst bewohnt, welcher das Haus 1788 erwarb. Es mag ungewöhnlich sein, dass ein Bijoutier ein eigenes Meisterzeichen besessen hatte, jedoch findet man häufig Goldschmiede, die gleichzeitig auch Bijoutiere waren und nicht immer wurden bei den Eintragungen die vollen Berufsbezeichnungen angegeben. Grund genug, auch Bijoutiere, Gold- und Silberwarenhändler oder Gürtler bei den Untersuchungen mit zu erfassen.